Also,
jetzt haben wir schon TAG 2 der aufregenden Reise nach Singapur. Heute habe ich mir eine Massage zu Gute kommen lassen, ich bin hin und weg – mehr weg als hin eigentlich! Ich spüre jetzt deutlich wie überarbeitet und unausgeschlafen ich bin :) aber seis drum – auch ohne Schlaf kann man diese wundervolle Stadt zum Wachwerden nutzen :)
Bevor ich mit Singapur loslege, ein kurzes Resümee des Fliegens, des Weggehens, des Alleine am Flughafen Dubai auf den Weiterflug nach Singapur Wartens ;) Der Abschied ist mir ja unerwarteter Weise schwer gefallen. Ich war immer überzeugt davon, dass ich ohne mit der Wimper zu zucken dahinziehe, egal ob für immer oder für eine längere Zeit eben. Aber in dem Moment wo alle Lieben um einen stehen und du genau weißt, du wirst für einen gewissen Zeitraum (der zwar auf Papier bestimmbar ist, aber nie eine hundertprozentige Gültigkeit genießt) nicht an ihrem und sie nicht 1:1 an deinem Leben teilhaben, beginnst du dich mit dem „Sinn des Weggehens“ zu beschäftigen. Dir fällt auf, dass dir eigentlich eh alles ziemlich gut gefällt. Du bist zufrieden mit deinem Leben – also wozu etwas verändern? Tja – als ich in Dubai am Flughafen ankam, hat sich das schnell selbst beantwortet. Dieses erfrischende, befreiende Gefühl alleine in einem unbekannten Land mit total unterschiedlichen fremden Menschen zusammen zu sein, hats mir angetan. Diese Freiheit, die man in diesem Augenblick
verspürt – ist unglaublich. Am morgen dort – und dann am Abend auf einem anderen Kontinent – ich kann gar nicht beschreiben wie stark, wie frei und wie glücklich ich mich da gefühlt hab. Auch meine Ankunft in Singapur mit diversen anfänglichen Problem bzgl Taxi, Change, ATMs hehe hat mich noch weiter gehyped.
Im Taxi sitzend ist mir wieder gedämmert, dass dies nun für die nächsten fünf Monate meine neue „Heimat“ sein wird. Und ich muss sagen – ich kann mich nicht beklagen. :) Skyliner wo du auch hinschaust pragen über die Häuser. Aber lustigerweise sind rundherum und sogar ganze Stadtteile in „Boutique“-Stil gehalten. Chinatown zb besteht vordergründig aus traditionellen Kleinhäusern, aber auch hier sind im Hintergrund die Bigsisters ersichtlich. Hab den heutigen zweiten Tag und so gesehen meinen Einführungstag im Chinatown gehabt. Unglaublich, aber diese Menschen stehen auf ESSEN & SHOPPEN :) Ich hatte das Gefühl der Lebensinhalt vieler gestaltet sich/definiert sich über diese zwei Dinge. Unmengen an Essenständen, Unmenge an Menschenmassen sind damit beschäftigt zu essen – oder zu shoppen. Kein Viertel, wo man keine Shopping Mall ersichten kann. Diese sind übrigens ebenfalls riesig gehalten mit sehr viel Angebot und auch natürlich vielen vielen Foodscorts wieder. Unglaublich und ich dachte schon ich wär dem Konsum verfallen - im Vergleich dazu bin ich ja noch sehr enthaltsam :)))
Die Massage heute hat mich wie gesagt ziemlich geschafft, deswegen war ich danach nicht mehr sehr aufnahmefähig :) Es ist eine wahnsinnig bunte Stadt. Der kulturelle Mix kommt definitiv sehr gut durch. Aber auch, wenn man eben bestimmte Districts hat wie „Indian“, „arab street“, „china town“...so ist doch überall von allem anderen auch dabei. ZB waren im Chinatown auch Moscheen usw ;)
So bunt gewürfelt wie Häuser und Menschen, ist auch das Essen hier. Ich bin leider Gottes kein Fan der chinesischen und mongol. Küche. Mein Inneres sträubt sich gegen gebratene Hühnerfüße (eine mongol. Spezialität, hab ich mir sagen lassen) oder Germknödel gefüllt mit Hühnchen usw! Spricht mich alles nicht wirklich an – leider Gottes zeigen meine interkulturellen Kompetenzen gerade im Bezug auf Essen sehr schnell ihre Grenzen auf :)
Zum Glück ist mein Hostel in einer arabischen Gegend, dh sehr viel libanenische, iranische und JA auch türkische Küche. Hatte leider nicht Zeit die türkischen Lokale zu begutachten, aber ich werd mich noch ihrer annehmen :)) A nsonsten wird hier auch Unmengen an Sisha geraucht. So viele Sisha-Läden hintereinander und alle immer voll. Auf der Straße (direkt vorm Hostel ist eine Pedestrian Area mit Sitzmöglichkeiten für die Restaurantkunden) ist ständig ein Kommen und Gehen und es läuft meistens tanzbare orientalische Musik :) You see, I'm in good hands till now :P...Das Hostel selbst ist etwas gewöhnungsbedürftig. Für meinen Geschmack etwas zu einengend, aber tja für die kurze Zeit bis ich im Studentenheim einziehen kann, dürfte ichs aushalten :) Aber eher nicht empfehlenswert!
Die Singapurer hab ich als eher neutral erlebt. Ich glaub da kommt es auch stark auf den Backround an. Die Malayer/Araber etc um den Hostel herum sind echt super nett. Alle Frauen tragen übrigens ein Kopftuch. Ich muss noch erfragen ob wirklich alle Muslimas ein Kopftuch tragen, oder ob da ebenfalls wie bei uns in der Türkei pros und kontras gibt. Aber es gibt auf jeden Fall sehr viele Kopftuchträgerinnen. Aber vielleicht liegt das auch nur an der speziellen Lage vom Hostel. Denn wir sind benachbart mit der größten Moschee Singapurs „Sultan Mosque“ - den Ruf des Muezzins hatte ich echt schon vergessen – ungewohnt und schön zu gleich ;)
Ich freue mich mal auf Tag 3. Morgen geht’s vermutlich viel aufregender zur Sache – ich erhoffe mir eine kleine Sightseeingtour von Manfred einem Exchange Student aus Singapur, der an der WU studierte ;)
Bis dahin! Take care of urself ;)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen